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Plastische Chirurgie

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Raymund E. Horch
Plastische Chirurgie, Uni-Klinikum

175.550 Euro-Förderung für Erlanger Chirurgin

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt Dr. Anja M. Boos bei der Entwicklung von körpereigenem Knochenersatzgewebe für die klinische Anwendung

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert das Forschungsvorhaben von Dr. Anja M. Boos, Assistenzärztin der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund Horch) des Universitätsklinikums Erlangen, mit 175.550 Euro. Die finanzielle Zuwendung fließt in die Entwicklung von gefäßversorgtem Knochenersatzgewebe für die klinische Anwendung. Außerdem erhielt Dr. Boos von der "Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie der peripheren Nerven und Gefäße" ein Reisestipendium. Dieses ermöglicht der Assistenzärztin einen Aufenthalt an der Universität Tokio bei dem renommierten Mikrochirurgen Prof. Isao Koshima, der nicht nur das breite Spektrum der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie abdeckt, sondern auch Experte auf dem Gebiet der rekonstruktiven Chirurgie des Lymphgefäßsystems ist. Therapeutische Ansätze am Lymphgefäßsystem im Kontext regenerativer Therapiemöglichkeiten und der Tumorprogression ist der zweite Forschungsschwerpunkt von Dr. Boos.
Möchte die Erzeugung von gefäßversorgtem Knochenersatzgewebe für die klinische Anwendung weiter vorantreiben: Dr. Anja M. Boos. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Die "Tissue-Engineering"-Therapie, also die Züchtung von gefäßversorgtem körpereigenem Ersatzgewebe, stellt eine schonende Alternative zu den bisher üblichen Eigengewebeverpflanzungen, z. B. nach Knochenvereiterung, Unfall oder Tumortherapie, dar. Erlanger Wissenschaftler um Prof. Horch hatten das Verfahren zur Knochenwiederherstellung zunächst jahrelang im Labor erforscht. Im Kleintiermodell der Ratte untersuchte das Team anhand einer sogenannten arteriovenösen Gefäßschleife (AV-Loop) die Gefäßneubildung unter anderem in Knochengerüsten. Dadurch konnte gezeigt werden, dass dreidimensionale durchblutete Knochenersatzkonstrukte hergestellt werden können. Dr. Boos will nun die Umsetzung des Verfahrens in die klinische Anwendung weiter standardisieren. Dafür kann sie auf bereits an einzelnen Patienten gewonnene Erkenntnisse zurückgreifen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Vereinfachung der Methode zur Herstellung von gefäßversorgtem Knochenersatzgewebe.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat ihren Sitz in Bad Homburg und geht zurück auf die Unternehmerin Else Kröner. Der Zweck ist die Förderung klinisch orientierter Forschung sowie medizinisch-humanitärer Hilfsprojekte.

Weitere Informationen:

Dr. Anja M. Boos
Tel.: 09131 85-33296
E-Mail: anja.boosatuk-erlangen.de

Darstellung einer Gefäßschleife zur Gewebezüchtung
Darstellung von gezüchtetem Knochenersatzgewebe
 

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