Handchirurgie

Plastische Chirurgie

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Raymund E. Horch

Handchirurgie

Die Plastisch- und Handchirurgische Klinik bietet das komplette Spektrum der modernen Handchirurgie an, wobei neben der elektiven Handchirurgie, die Behandlung der Nervenengpasssyndrome, die Handgelenkschirurgie, Sehnenchirurgie, Frakturbehandlung an der Hand sowie die periphere Nervenchirurgie im Mittelpunkt steht. Weiterhin werden in enger Kooperation mit der Rheumatologischen Klinik die Rheumahandchirurgie und mit der Universitätskinderklinik sowie der Kinderchirurgischen Abteilung die kindlichen Handfehlbildungen behandelt. Die elektive Handchirurgie umfasst die Therapie verschiedener Arthrosen, z. B. die Rhizarthrose (Daumensattelgelenksarthrose) und die Dupuytren’sche Kontraktur (Verkrümmung der Finger).

Aufgrund der Entwicklung von minimal-invasiven Verfahren (Schlüssellochchirurgie) durch den Direktor der Klinik seit Anfang der 90er Jahre werden für die häufigen Nervenengpasssyndromen operativ Entlastungsoperationen mit kleinsten Schnitten in schonender Technik vorgenommen (z.B. endoskopische Karpaltunnelspaltung). Weiterhin werden häufige Engpasssyndrome wie z. B. das Sulcus ulnaris-Syndrom oder Loge de Guyon behandelt. Einen großen Stellenwert nimmt die Handgelenkschirurgie innerhalb der Klinik ein. Neben der Behandlung von frischen Handgelenksfrakturen, wie z.B. der Kahnbeinfraktur, werden auch so genannte Pseudarthrosen (z. B. nicht verheilte Kahnbeinfrakturen) durch minimal invasive Knochentransplantationstechniken behandelt. Durch den Einsatz der Handgelenksarthroskopie können einerseits Band- und Knochenverletzungen im Handgelenk über den Kamerazugang diagnostiziert und andererseits direkt therapeutisch behandelt werden. Sowohl frische als auch alte Bandverletzungen im Bereich des Handgelenkes können daher mit Hilfe neuester Methoden schonend behandelt werden. Bei schmerzhafter Handgelenkssymptomatik bieten wir weiterhin die Durchtrennung von schmerzleitenden Nervenfasern an (Denervierung des Handgelenkes). Sehnenchirurgisch werden frische und alte Verletzungen behandelt. Dazu steht ein 24-stündiger Bereitschaftsdienst zur Verfügung. Auch schwerste Abtrennungen von Gliedmaßen (Replantationen) können durch den 24-stündigen Bereitschaftsdienst jederzeit adäquat behandelt werden.

Ein weiteres großes Spektrum der Handchirurgie ist die periphere Nerven- bzw. Plexuschirurgie. Hierbei können frische und alte Nervenverletzungen mit Hilfe des Operationsmikroskops adäquat therapiert werden, ggf. mit Einbringen von neuen Nervenfasern aus anderen Lokalisationen. Da es nur wenige Zentren gibt, die sich auf diese Art von Chirurgie spezialisiert haben, werden Patienten oftmals aus allen teilen der Welt nach Erlangen verlegt.

Falls eine nervenchirurgische Therapie nicht mehr sinnvoll erscheint, können auch sog. motorische Ersatzoperationen durchgeführt werden. Hierbei werden noch funktionierende Muskeln umgelagert, die so die gelähmten Muskeln teilweise ersetzen können. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Rheumatologischen Klinik an der Universität bieten die Klinik auch die gesamte Möglichkeit der Handchirurgie am rheumatischen Patienten an. Hierbei kommen die Korrektur von typischen Deformitäten, wie z. B. Knopfloch- und Schwanenhalsdeformität, sowie die Resektion von entzündlich infiltriertem Gewebe im Bereich der Sehnen zur Anwendung. Auch kindliche angeborene Handfehlbildungen, wie z. B. Syndaktylietrennung oder Operation der Schnürringsyndrome werden in unserer Klinik häufig behandelt. In der Therapie des handchirurgischen Patienten spielt die Nachbehandlung eine wichtige Rolle. Aufgrund enger Verknüpfungen zwischen der klinikseigenen Physiotherapie und niedergelassenen Physiotherapeuten kann eine optimale Nachbehandlung unserer Patienten gewährleistet werden. Durch die enge Kooperation mit verschiedenen Orthopädietechnik-Häusern können die entsprechenden Nachbehandlungsschienen schnell und sinnvoll eingesetzt werden.

 
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Zusammenfassung